2012 und 2013 nahmen viele, vor allem Konservative den 200. Geburtstag des Komponisten Richard Wagner zum Anlass, Wagners Musik in einer Weise abzufeiern, die es aus guten Gründen seit 1945 in Deutschland nicht mehr gegeben hatte. Dabei klang immer mal wieder ein altes Dogma der deutschen Wagnerianer an: „Wagners Opern beschäftigen sich mit den tiefsten Existenzfragen, während die seiner Zeitgenossen Meyerbeer und Verdi stets nur auf oberflächliche Effekte aus waren.“ Schauen wir mal näher hin, ob da was dran ist!
Kritische Anmerkungen über Krieg und Frieden, Kapitalisten und Kommunisten,
Ebert und Haase, Nietzsche und Tucholsky, Wagner und Verdi...
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Dienstag, 15. Oktober 2013
Sonntag, 30. Dezember 2012
Warum Amokläufe? Tut mir leid, aber ich weiß eine Antwort.
Amokläufe in Schulen wie Newtown (Connecticut/Usa) mit 27 Todesopfern, oder in Winnenden mit 15 Todesopfern lassen viele Menschen, vor allem Journalisten, die Frage nach dem Warum stellen - die aber nach einem ungeschriebenen Gesetz stets unbeantwortet bleiben muss. Dabei liefert z. B. Neue Westfälische (Bielefeld) vom 18. Dezember 2012 gleich unter dem Bericht über die Trauerfeier in Newtown eine Antwort auf die Warum-Frage frei Haus. Man muss einfach nur eins und eins zusammen zählen.
Montag, 17. September 2012
Batman: die Leichen auf und vor der Leinwand
Nein, nein, nein, auf gar keinen Fall hat das Attentat im Kino von Autora irgendetwas mit dem Film im Kino von Aurora zu tun. Iris Radisch beobachtete in der "Zeit" eine erschreckend gleich geschaltete Welle der "Batman"-Verherrlichung im Schatten eines Massenmords.
Sonntag, 13. Mai 2012
Gewalttaten verstehen verboten!
Wer 1977 die Taten der Terroristen öffentlich verstehen
konnte, lief Gefahr, als Sympathisant eingesperrt zu werden. 2011 schrieben
Kommentatoren, der Massenmord von Oslo werde für immer unbegreiflich bleiben.
Ähnlich äußerten sich die Bielefelder Arminia-Fanverbände im Mai 2012, nachdem
einige Männer aus ihren Reihen acht Werder-Bremen-Fans brutal überfallen und einen
davon lebensgefährlich verletzt hatten:
Donnerstag, 10. Mai 2012
Waffenfetischist bereitet Attentat auf Claudia Roth vor
Timo Lechner, Redakteur des "Deutschen Waffenjournals", rechtfertigte in Ausgabe 5/2012 (DWJ, Seite 17) prophylaktisch ein mögliches Attentat auf die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth: "Eigentlich kann man es ja durchaus nachvollziehen: Denn auch wenn Claudia Roth sich mit schrillem Mundwerk und bloßer Schreckschrauben-Aura schon zu Genüge verteidigen kann, mag es doch den einen oder anderen geben, der sich genervt von der Grünen-Politikerin ganz und gar vergisst und ihr ans Leder will. Wer soviel Gift versprüht, lebt eben gefährlich."
Dienstag, 8. Mai 2012
Die Piraten sind doof, aus drei Gründen:
Erstens: Sie verherrlichen Räuber und Mörder.
Zweitens: Sie verdienen ihr Geld mit Killerspielen.
Drittens: Sie bestehen fast nur aus Männern.
Zweitens: Sie verdienen ihr Geld mit Killerspielen.
Drittens: Sie bestehen fast nur aus Männern.
Meine Polemik gegen die Piratenpartei ist oberflächlich und ungerecht, das gebe ich zu. Aber es erscheint mir als Zeitverschwendung, ein Phänomen zu analysieren, das sich durch seine Organisationsform, seine Geschichte und seine Medien allen Analysen entzieht. Jede tiefgründige Analyse wäre schon am Tag ihrer Veröffentlichung veraltet. Es bleibt also letztlich nichts als die Oberfläche, um sich mit dem Phänomen auseinanderzusetzen.
Mittwoch, 18. April 2012
Kein Mörder hat ein Recht darauf, zum Star zu werden
taz-Redakteur Klaus Hillenbrand plädiert in taz online für das "Recht des Täters" von Oslo, im Prozess sein Weltbild zu verbreiten. Doch eigentlich geht es gar nicht darum, was im Prozess geschieht. Es geht darum, was die Medien daraus machen. Kein Täter oder Angeklagter hat ein Recht darauf, dass seine selbst inszenierten Fotos von den Medien in jeden Winkel der Welt getragen werden. Kein Täter hat ein Recht darauf, dass sein Name in der ganzen Welt bekannt gemacht wird. Deshalb steht es in der freien Entscheidung der Redaktionen, Fotos des Täters zu veröffentlichen oder nicht, seinen Namen zu nennen oder nicht. Ich fordere die Redaktionen deshalb dringend dazu auf, keine Fotos des Täters zu veröffentlichen und seinen Namen konsequent nicht zu nennen.
Der größte Jammer ist freilich, dass der Täter am Tattag nicht viel früher durch Notwehr gestoppt wurde. Dann wären viele seiner Opfer noch am Leben, und er selber wäre tot und könnte uns nicht mehr zum Kotzen bringen.
Der größte Jammer ist freilich, dass der Täter am Tattag nicht viel früher durch Notwehr gestoppt wurde. Dann wären viele seiner Opfer noch am Leben, und er selber wäre tot und könnte uns nicht mehr zum Kotzen bringen.
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Warum es richtig ist, Faschisten den Weg zu versperren
In der westfälischen Stadt *** haben landesweit bekannte Faschisten eine Demonstration für den 24. Dezember angekündigt. Sehr schnell hat sich ein großes Bündnis demokratischer Organisationen zusammengefunden, das mit mehreren Gegenkundgebungen den Faschisten den Weg in die Innenstadt, zum Weihnachtsmarkt versperren will. Einen Monat vorher wurde bekannt, dass drei Zwickauer Faschisten jahrelang deutsche Geschäftsleute mit türkischem oder griechischem Namen ermordet hatten. In einem philosophischen Gesprächskreis wurde die Frage aufgeworfen, woher wir die Sicherheit nehmen zu wissen, dass die Faschisten Unrecht haben, dass sie Unrecht tun, und dass wir also das Recht haben, sie an ihren Tätigkeiten zu hindern. Auf diese Fragen will ich hier eine vorläufige Antwort geben. (Bei Philosophens muss man ja vorsichtig formulieren.)
Donnerstag, 10. Februar 2011
Die Verwirrungstaktik der deutschen Waffenlobby
In einem offenen Brief hat das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden einmal mehr die üblichen Argumente widerlegt, mit denen die Waffenlobby versucht, ihre Klientel, die sog. "rechtstreuen, verantwortungsvollen Legalwaffenbesitzer", vor möglichst allen Kontrollen, Kontrollpflichten und Beschränkungen zu bewahren.
Der Bayerische Rundfunk strahlt am 1. und 2. März 2011 ein Streitgespräch zwischen
Gerd Mayer, Vater eines Winnenden-Opfers, Roman Grafe, Sprecher der Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen", Josef Ambacher, Präsident des Deutschen Schützenbundes, und Andreas Fischer, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, aus.
Der Bayerische Rundfunk strahlt am 1. und 2. März 2011 ein Streitgespräch zwischen
Gerd Mayer, Vater eines Winnenden-Opfers, Roman Grafe, Sprecher der Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen", Josef Ambacher, Präsident des Deutschen Schützenbundes, und Andreas Fischer, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, aus.
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