Kritische Anmerkungen über Krieg und Frieden, Kapitalisten und Kommunisten,
Ebert und Haase, Nietzsche und Tucholsky, Wagner und Verdi...
Posts mit dem Label reiche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label reiche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 29. Juni 2012
Vermögensberater für höhere Steuern
Der Vermögensberater Max Otte plädierte am 29. Juni 2012 im taz-Interview dafür, Kapitaleinnahmen wie gewöhnliches Einkommen zu besteuern (also mit dem Spitzensteuersatz, der ruhig wieder auf 50 oder 60% steigen dürfte) und die Erbschaftssteuer drastisch zu erhöhen: Wer 100 Mio. € erbt, kann ruhig 90% davon an den Staat abführen. Im Gegenzug könnten die Steuersätze für mittlere Einkommen gesenkt werden. Und was das Geld Anlegen betrifft: Aktien sind nach Otte am besten.
Sonntag, 23. Januar 2011
Kritik des Sarrazin-Buches III: Demografie, Globalisierung und Realeinkommen
Schon in der Einleitung (S. 8) verbreitet Sarrazin den Mythos, das durchschnittliche Realeinkommen der deutschen Beschäftigten müsse künftig wegen der demografischen Entwicklung sinken. Auf S. 12 nennt er als weiteren Grund, in der globalisierten Welt nähere sich die "Entlohnung des Produktionsfaktors Arbeit" einem weltweiten Durchschnittswert an, der naturgemäß unter dem gewohnten deutschen Niveau liege. Beide Argumente sind nicht stichhaltig.
Samstag, 4. Dezember 2010
Je reicher, desto Arschloch
Der Bielefelder Soziologe Wilhelm Heitmeyer hat bei seiner langfristig angelegten Erforschung von Vorurteilen, Ressentiments und aggressiven Haltungen herausgefunden, dass sich im Jahr 2010 vor allem bei den Menschen mit höherem Einkommen rassistische, sexistische und arrogant-überhebliche Haltungen verstärkt haben. Bericht auf sueddeutsche.de 4.12.2010
Interessant ist dabei ein feiner Widerspruch: Die Elite sieht sich selbst gerne als Leistungsträger und alle anderen als Unfähige oder Schmarotzer. Ihr entgeht, dass eine funktionierende Gesellschaft nicht von extremen Egoisten zusammengehalten wird, sondern von Menschen, die bereitwillig mit ihren Mitmenschen kooperieren und deren Menschenrechte achten. Gerade in dem Punkt sieht es bei den angeblichen Leistungsträgern aber besonders mau aus. Die Elite leistet zu wenig - für die Gesellschaft. Und die Gesellschaft könnte sich fragen, ob sie sich eine solche Elite weiterhin leisten will.
Diesem Blog auf Twitter folgen
Interessant ist dabei ein feiner Widerspruch: Die Elite sieht sich selbst gerne als Leistungsträger und alle anderen als Unfähige oder Schmarotzer. Ihr entgeht, dass eine funktionierende Gesellschaft nicht von extremen Egoisten zusammengehalten wird, sondern von Menschen, die bereitwillig mit ihren Mitmenschen kooperieren und deren Menschenrechte achten. Gerade in dem Punkt sieht es bei den angeblichen Leistungsträgern aber besonders mau aus. Die Elite leistet zu wenig - für die Gesellschaft. Und die Gesellschaft könnte sich fragen, ob sie sich eine solche Elite weiterhin leisten will.
Diesem Blog auf Twitter folgen
Dienstag, 29. September 2009
Die Briefkästen im Kleinwalsertal
danken den deutschen Bauern, Handwerkern, Unternehmensberatern, Betriebswirten und Ingenieuren für das hervorragende Wahlergebnis der FDP!
Sie freuen sich auf das Ende der Betriebsprüfungen und sämtlicher Prozesse gegen Steuerhinterzieher und Wirtschaftskriminelle. Das Personalabbauprogramm der FDP wird es richten.
Auch schön, dass die Löhne in Deutschland noch weiter absacken dürfen.
So weit der Galgenhumor.
In der Tat hat es der linksdemokratischen Sache noch niemals und nirgends genützt, wenn die Sozialdemokratie schwach war. Wann immer die Linke stark war (z.B. in Deutschland 1918 und 1972, in Italien 1946, in Frankreich 1981), war auch die Sozialdemokratie stark. Hämische Freude über die Niederlage der SPD ist also naiv und kurzsichtig.
Abonnieren
Posts (Atom)