Kritische Anmerkungen über Krieg und Frieden, Kapitalisten und Kommunisten,
Ebert und Haase, Nietzsche und Tucholsky, Wagner und Verdi...
Freitag, 29. Juni 2012
Vermögensberater für höhere Steuern
Der Vermögensberater Max Otte plädierte am 29. Juni 2012 im taz-Interview dafür, Kapitaleinnahmen wie gewöhnliches Einkommen zu besteuern (also mit dem Spitzensteuersatz, der ruhig wieder auf 50 oder 60% steigen dürfte) und die Erbschaftssteuer drastisch zu erhöhen: Wer 100 Mio. € erbt, kann ruhig 90% davon an den Staat abführen. Im Gegenzug könnten die Steuersätze für mittlere Einkommen gesenkt werden. Und was das Geld Anlegen betrifft: Aktien sind nach Otte am besten.
Sonntag, 13. Mai 2012
Gewalttaten verstehen verboten!
Wer 1977 die Taten der Terroristen öffentlich verstehen
konnte, lief Gefahr, als Sympathisant eingesperrt zu werden. 2011 schrieben
Kommentatoren, der Massenmord von Oslo werde für immer unbegreiflich bleiben.
Ähnlich äußerten sich die Bielefelder Arminia-Fanverbände im Mai 2012, nachdem
einige Männer aus ihren Reihen acht Werder-Bremen-Fans brutal überfallen und einen
davon lebensgefährlich verletzt hatten:
Donnerstag, 10. Mai 2012
Waffenfetischist bereitet Attentat auf Claudia Roth vor
Timo Lechner, Redakteur des "Deutschen Waffenjournals", rechtfertigte in Ausgabe 5/2012 (DWJ, Seite 17) prophylaktisch ein mögliches Attentat auf die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth: "Eigentlich kann man es ja durchaus nachvollziehen: Denn auch wenn Claudia Roth sich mit schrillem Mundwerk und bloßer Schreckschrauben-Aura schon zu Genüge verteidigen kann, mag es doch den einen oder anderen geben, der sich genervt von der Grünen-Politikerin ganz und gar vergisst und ihr ans Leder will. Wer soviel Gift versprüht, lebt eben gefährlich."
Dienstag, 8. Mai 2012
Die Piraten sind doof, aus drei Gründen:
Erstens: Sie verherrlichen Räuber und Mörder.
Zweitens: Sie verdienen ihr Geld mit Killerspielen.
Drittens: Sie bestehen fast nur aus Männern.
Zweitens: Sie verdienen ihr Geld mit Killerspielen.
Drittens: Sie bestehen fast nur aus Männern.
Meine Polemik gegen die Piratenpartei ist oberflächlich und ungerecht, das gebe ich zu. Aber es erscheint mir als Zeitverschwendung, ein Phänomen zu analysieren, das sich durch seine Organisationsform, seine Geschichte und seine Medien allen Analysen entzieht. Jede tiefgründige Analyse wäre schon am Tag ihrer Veröffentlichung veraltet. Es bleibt also letztlich nichts als die Oberfläche, um sich mit dem Phänomen auseinanderzusetzen.
Mittwoch, 18. April 2012
Kein Mörder hat ein Recht darauf, zum Star zu werden
taz-Redakteur Klaus Hillenbrand plädiert in taz online für das "Recht des Täters" von Oslo, im Prozess sein Weltbild zu verbreiten. Doch eigentlich geht es gar nicht darum, was im Prozess geschieht. Es geht darum, was die Medien daraus machen. Kein Täter oder Angeklagter hat ein Recht darauf, dass seine selbst inszenierten Fotos von den Medien in jeden Winkel der Welt getragen werden. Kein Täter hat ein Recht darauf, dass sein Name in der ganzen Welt bekannt gemacht wird. Deshalb steht es in der freien Entscheidung der Redaktionen, Fotos des Täters zu veröffentlichen oder nicht, seinen Namen zu nennen oder nicht. Ich fordere die Redaktionen deshalb dringend dazu auf, keine Fotos des Täters zu veröffentlichen und seinen Namen konsequent nicht zu nennen.
Der größte Jammer ist freilich, dass der Täter am Tattag nicht viel früher durch Notwehr gestoppt wurde. Dann wären viele seiner Opfer noch am Leben, und er selber wäre tot und könnte uns nicht mehr zum Kotzen bringen.
Der größte Jammer ist freilich, dass der Täter am Tattag nicht viel früher durch Notwehr gestoppt wurde. Dann wären viele seiner Opfer noch am Leben, und er selber wäre tot und könnte uns nicht mehr zum Kotzen bringen.
Sonntag, 8. April 2012
War Grass‘ Attacke auf Israel antisemitisch?
Günter Grass bezeichnete im April 2012 in einem Gedicht, das die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte, die Atommacht Israel als Gefahr für den Weltfrieden. Außerdem stellte er dort Israel und dem Iran moralisch auf die gleiche Stufe, um die Tatsachen gegeneinander stellen zu können, dass Israel Atombomben besitzt, der Iran aber wahrscheinlich nicht. War diese Attacke auf die israelische Staatsführung, wie viele behaupten, antisemitisch?
Mittwoch, 1. Februar 2012
Vince Eberts Spielchen mit der Freiheit
Unter dem Motto "Freiheit ist alles" tourte der Kabarettist Vince Ebert Anfang 2012 durch die Republik und pries sein neues Buch an, mit dem er Freiheitskämpfer ausbilden will. Man soll zum Beispiel außerhalb der Raucherzone rauchen oder mal ein Papier in die Biotonne werfen, wenn man Freiheitskämpfer werden will.
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